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| 2010-10-30: Maik Bartmann: „Der Aufbau eines Sponsorings sollte Priorität haben.“ |  | (Hans-Peter Viemann). Maik Bartmann aus dem rheinhessischen Osthofen, stellte
auf der Futurity in Kreuth „eine allgemeine Zufriedenheit“ unter den Westernreiter
fest. Der im August 1973 geborene Pferdewirt sagte: „Die Finanzkrise, so scheint es
zumindest, haben alle gut überstanden.“ Der Professional hat aber auch erkannt,
dass sich „der Zufriedene noch etwas zurückhält.“ Damit meint der Hesse nicht, dass
es diesen Reinern „an der nötigen sportlichen Motivation mangelt“ sondern er sich
nicht „auf der überstandenen Wirtschaftskrise ausruhen sollte.“ Er empfiehlt stattdessen:
„Vielmehr müsste er versuchen aktiver die Zukunft im Interesse aller mitzugestalten.“
Auch über die Weltreiterspiele hat sich der 37-Jährige seine Gedanken gemacht.
Nach dem beachtenswerten Abschneiden der deutschen Reiner in Lexington, sowie
das erwähnenswerte gute und disziplinübergreifende Zusammengehörigkeitsgefühl
innerhalb der gesamten Mannschaft, was vom Equipechef Paul Kratschmer auf der
Futurity bestätigt wurde, vertritt Maik Bartmann die Meinung, dass es jetzt an der Zeit
wäre „von den Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreitern zu lernen.“ Er meinte damit
nicht, dass ausnahmslos alle Strukturen übernommen werden können oder sollten,
sondern der Profi nannte zunächst einmal drei „von vielen Beispielen“ wie er betonte.
Erstens: „Der Aufbau eines Sponsorings. Dazu später mehr.“ Zweitens: „Die Nachwuchsförderungen
in den genannten Disziplinen sind vorbildlich, was die beachtlichen
internationalen Erfolge seit Jahren beweisen.“ Drittens hat er festgestellt, dass
die Öffentlichkeitsarbeit in diesen Abteilungen „generell nachahmenswert sei.“
„Denn“, so der Osthofener: „Der Zuschauer möchte im Voraus wissen welche Reiter
an den Start gehen. Die Namen der Teilnehmer sind aus diesem Grunde die wichtigsten Informationen. Die Sportler nämlich sind es, die Besucher in die Showarenen
locken und nicht die Funktionäre.“
|  | Noch einmal kommt er auf Sponsoren und Förderer zu sprechen. Einen nicht nur für
ihn, sondern sehr viele bekannte Reiner und Pferdebesitzer vertreten diese Denkweise,
bedeutenden Punkt. Er sagte: „Vor allen Dingen aber sollte zunächst einmal
der Aufbau eines Sponsorings Priorität haben. Auch hier könnten wir uns von den
Dressur-, Spring- und ‚Buschreitern’ beraten lassen.“ Maik Bartmann redet nicht nur
so dahin, sondern hat auch hier konkrete Vorschläge zu machen. Er regt an: „Warum
wird nicht endlich eine Agentur angesprochen und damit beauftragt ein Konzept, was
selbstverständlich mit uns Westernreiter abgestimmt werden muss, zu erarbeiten?“.
Nach einer kurzen Pause fährt er fort, „und wenn dann gutes Geld in die Kasse gespült
wird, kann auch das Vermittlungsbüro mit einer entsprechend guten Provision
entlohnt werden.“
Nach der WM ist vor der WM. Auch dieses Thema spricht der Trainer und Turnierrichter
offen an. „Wie man hört ist eine Weltmeisterschaft für das Jahr 2012 geplant.
Dazu braucht man mindestens vier hervorragende Pferde, die dann sechs Jahre alt
sein müssen. Das heißt also, schon jetzt sollten Vierbeiner ab dem Jahrgang 2006
selektiert werden und gezielt auf das Championat hin gearbeitet werden. Nur so lassen
sich die bisherigen guten Ergebnisse bestätigen.“ Der Hinweis darauf, dass „in
Kentucky zwar erfahrene – aber ältere Quarter Horses am Start waren“ ist wahrlich
eine Tatsache, die man nicht außer Acht lassen sollte. Denn: Bekannterweise sind
zwei Jahre schnell ins Land gegangen.
Die Aussagen von Maik Bartmann bestätigen Recherchen, dass sich sehr viele anerkannte
Trainer, Reiter, Züchter und Ranch-Betreiber gleichartige Gedanken machen
– und damit weit über den Tellerrand der Verbände/Vereine hinaus schauen. Und
das ist gut so, denn Stillstand ist Rückschritt und das kann sich keine Sportart leisten.
Erst recht dann nicht, wenn man wie im Reining zwar sehr langsam, dafür jedoch
stetig, bei einem breiteren Publikum bekannter wird. Maik Bartmann: „Jetzt – wann
sonst? muss man den Aufwärtstrend nutzen um sowohl Sponsoren als auch Reitinteressierte
für unseren Sport zu begeistern beziehungsweise in den Sattel zu heben.
Gerade jetzt, wo sich die derzeitige Situation durchaus positiv zeigt, sollten wir uns
alle mit vollem Engagement für eine erfolgreiche und wirtschaftlich gesunde Zukunft
unserer Reitdisziplin einsetzen.“
Vor dem Start auf der Futurity in Kreuth: Maik und Katrin Bartmann auf Gumps BH Jane BB.
| Diese Informationen sind hier für Sie als PDF-Datei hinterlegt wurden. (pdf 69 kByte)
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Hans-Peter Viemann
Theodor-Hymmen-Straße 6
D-33613 Bielefeld
Telefon: 0521-179934
Mobil: 0170-5632666
Email: hp.viemann@t-online.de
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